Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Köpenick

Fritz Emrich

Als Betriebsrat, Mitglied des Reichskomitees der RGO und Abgeordneter des Deutschen Reichstages wurde er von den Nazis gejagt und unmittelbar nach der faschistischen Reichstagsbrandprovokation im Februar 1933 verhaftet. Bis 1936 war er im KZ‐Sonnenburg und im Moorlager Esterwegen eingekerkert. Sofort nach seiner Freilassung nahm er unter dem Deckmantel seiner Arbeitsstelle „Chemische Wäscherei Elli Klose“ die illegale Arbeit gegen das Hitlerregime in Berlin auf. Seit Ende 1942 arbeitete er eng mit Anton Saefkow und Franz Jacob im „Dreierkopf“ zusammen. Er hielt insbesondere Verbindungen zu den Betrieben Siemens, Ehrich und Graetz, Ullstein und AEG‐Wildau. Er setzte trotz der großen Verhaftungsaktion 1944 seine Arbeit im Untergrund bis zur Befreiung Berlins 1945 durch die Rote Armee fort.

Fritz Emrich