Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Köpenick

Verfolgte und Widerstandskämpfer: M

Kurt Magdeburg Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Heim Müggelseedamm festgehalten und misshandelt. Nach Intervention von Straßenpassanten wurde er freigelassen.

Walter Majchrzak Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, von der SA festgehalten und derart misshandelt, dass er an den Folgen im September 1933 verstarb.

Frieda Majorsohn-Morosoff Sie wurde am 4. Mai 1944 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist sie verschollen.

Berthold Manasse Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Berlin‐Tegel und im KZ‐Buchenwald eingekerkert. Nach seiner Freilassung emigrierte er nach China, Shanghai.

Georg Manasse Gemeinsam mit anderen Jugendlichen setzte er bis 1935 die Arbeit des KJVD in Köpenick illegal fort. Ein Schwerpunkt war der Vertrieb illegalen Materials. Er wurde 1935 verhaftet und zu Gefängnis verurteilt.

Emil Mandel Unter dem Druck der faschistischen Pressegesetze emigrierte er 1936 nach Brasilien, Sao Paulo.

Rudolf Mandrella Rudolf Mandrella wurde 1902 – wie die Ironie der Geschichte es manchmal will – in Auschwitz, dem späteren Ort des millionenfachen Völkermordes, geboren. Er wuchs als Halbwaise unter bescheidenen sozialen Verhältnissen auf. Seine Mutter ermöglichte ihm jedoch den Besuch eines Gymnasiums. Als Jugendlicher war er „national“, in gewisser Weise konservativ, eingestellt. Er meldete sich freiwillig zum Oberschlesischen Grenzschutz und nahm an den deutsch‐polnischen Auseinandersetzungen in Oberschlesien teil. ...

Karl Mannigel Er gehörte zu einer kleinen Gruppe von Antifaschisten, die im Kabelwerk Köpenick illegale Arbeit leisteten. Sie gaben u.a. die Betriebszeitung „Der Vorbote“ heraus. Wegen dieser Tätigkeit wurde er zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Erwin Mante Wegen seiner Funktion als Kreisvorsitzender der SPD wurde er während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, von der SA festgehalten und schwer misshandelt, so dass er zu 90% erblindete.

Philipp Markus Er wurde am 3. Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort im März 1944 umgekommen.

Sara Markus Sie wurde am 3. Oktober 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 30. Oktober 1942 umgekommen.

Mastalek Identität ungeklärt. Er wurde im Verlauf der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, ermordet.

Alois Matheas Wegen seiner aktiven antifaschistischen Tätigkeit – Politischer Leiter in Schöneweide, Herausgeber des „Roten Kabel“ – wurde er zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. In die „Strafeinheit 999“ gepresst, lief er an der Ostfront zur Roten Armee über. Als Aufklärer der Roten Armee führte er u.a. 70 deutsche Soldaten in sowjetische Gefangenschaft und rettete ihnen so das Leben.

Lucie Matheas Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit in den Gefängnissen Berlin‐Moabit und Berlin‐Barnimstr. eingekerkert.

Salomon Mathias Er wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist er verschollen.

Meier Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt.

Heinz Meier Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis Düsseldorf‐Lüttinghausen und im KZ‐Colditz eingekerkert.

Peter Meier Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Gefängnis in Köln eingekerkert.

Gertrud Meinecke Als der Betriebsinhaber der „Tabakwaren engros“, Julius Meysel, 1943 nach Auschwitz deportiert werden sollte, konnte er fliehen. Von 1943 bis 1945 wurde er von seiner ehemaligen Sekretärin und ihrem Mann in Müggelheim versteckt und ihm so das Leben gerettet.

Meta Meirowski Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.

Selma Meirowski Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.

Willy Meissner Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Luckau eingekerkert. Im Krieg wurde er für die „Strafeinheit 999“ zwangsrekrutiert.

Arthur Melzer Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration in England.

Albert Merkel Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Zwickau und im KZ‐Sachsenburg eingekerkert.

Arthur Mestmacher Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler und im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten und schwer misshandelt.

Ernst-Hermann Meyer Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration in England.

Pauline Meyer Sie wurde am 31. Juli 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.

Elisabeth Michaelis Sie wurde am 16. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 20. Februar 1943 umgekommen.

Hermann Michaelis Er leistete im Rahmen der Köpenicker KPD‐Organisation aktive antifaschistische Arbeit. 1934 wurde er verhaftet und zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Freilassung gliederte er sich sehr schnell in die Widerstandsorganisation um Robert Uhrig und dann um Anton Saefkow ein.

Franz Mirauer Er wurde am 17. Mai 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Gertrud Mirauer Sie wurde am 17. Mai 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.

Tana Mirauer Sie wurde am 17. Mai 1943 zusammen mit ihren Eltern nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.

Vera Mitteldorf Gemeinsam mit ihren Eltern wurde sie in den Konzentrationslagern Auschwitz und Mauthausen eingekerkert. Sie überlebte.

Heinz Mißlitz Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Zwickau und im KZ‐Buchenwald eingekerkert.

Elli Mohrmann Sie wurde wegen ihrer antifaschistischen Tätigkeit im Frauengefängnis Berlin‐Barnimstr. eingekerkert.

Karl Mönch Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit, insbesondere zur Zusammenarbeit mit sozialdemokratischen Jugendlichen, während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt.

Mentona Moser Sie stellte der KPD das Gebäude für die Reichsparteischule in Fichtenau zur Verfügung. Sie finanzierte das internationale Kinderheim in Waskino (nahe Moskau). In Paris arbeitete sie für die Rote Hilfe und leistete antifaschistische Arbeit als Schriftstellerin.

Jacob Moses Er wurde am 4. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Meinhard Moses Er wurde während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, von der SA im Heim Müggelseedamm festgehalten und misshandelt. Nach seiner Freilassung emigrierte er mit seiner Familie nach Palästina.

Thomas Mrochen Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg und im KZ‐Sonnenburg eingekerkert.

Hans Mucke Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Luckau eingekerkert.

Erich Muggelberg Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert.

Dorothea Müller Sie wurde am 18. Oktober 1941 nach Lodz deportiert. Dort ist sie verschollen.

Edwin Müller Er war Mitglied der KPD‐Organisation Köpenick, die in den Jahren 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. Insbesondere war er am Druck der „Stimme der Werktätigen“ in einer Laube in Müggelheim beteiligt. Im November 1937 wurde er zu fünf Jahren Zuchthaus (Brandenburg) verurteilt. Danach war er im KZ‐Sonnenburg eingekerkert.

Elisabeth Müller Sie lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der CSR und in England.

Fred Müller Er kämpfte 1936 bis 1939 in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus.

Georg Müller Er begann 1933 sofort die illegale Arbeit von SPD‐Gruppen zu organisieren. Es wurden Verbindungen zu anderen Gruppen in Berlin, aber auch Kurierverbindungen nach Leipzig und Prag hergestellt. 1935 im März verhaftet, wurde er zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus (Luckau) verurteilt.

Karl Müller Er begann 1933 sofort die illegale Arbeit der SAJ in Köpenick zu organisieren. Schwerpunkte waren Schulungszirkel, Flugblatt‐ und Klebeaktionen. Am 10. September 1934 wurde er zu einem Jahr, drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Käthe Müller Sie leistete in der antifaschistischen Widerstandsorganisation um A. Saefkow/F. Jacob aktive illegale Arbeit.

Rosalie Müller Sie wurde am 3. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 13. Dezember 1942 umgekommen.

Karl Mummert Er gehörte zu einer kleinen Gruppe von Antifaschisten im Kabelwerk Köpenick. Er verfasste die Mehrzahl der Artikel für den „Vorboten“. Er wurde am 28. September 1934 verhaftet und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Willy Mundt Er lebte und arbeitete bis 1933 in Friedrichshagen. 1933 emigrierte er in die SU und arbeitete dort als Spezialist. Von 1936 bis 1939 kämpfte er in den Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus. Er wurde in Frankreich interniert und dann in das KZ -Sachsenhausen überführt. Hier gelang ihm 1945 die Flucht.

Walter Muth Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Zuchthaus Brandenburg eingekerkert.