Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten Köpenick

Verfolgte und Widerstandskämpfer: P

Therese Padolski Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 5. September 1942 umgekommen.

Walter Paesler Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Heim Müggelseedamm und im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten und schwer misshandelt.

Helmut Paetz Er setzte gemeinsam mit anderen Jugendlichen bis 1935 die Arbeit des KJVD in Köpenick fort. Ein Schwerpunkt der Arbeit war das Verbreiten von illegalem Material. 1935 wurde er verhaftet und zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Krieg wurde er für die „Strafeinheit 999“ zwangsrekrutiert.

Emma Palme Gemeinsam mit anderen Antifaschisten, so Paul Temlitz u.a., setzte sie 1933/34 in den Schöneweider Großbetrieben die illegale Arbeit fort. Sie war insbesondere am Vertrieb illegaler Literatur, so des „Roten Osten“ und der „Roten Fahne“ beteiligt. 1934 wurde sie angeklagt und eingekerkert.

Karl Pätel Er war Mitglied der KPD‐Organisation in Köpenick, die von 1933 bis 1936 illegale Arbeit in den verschiedensten Formen leistete. Nach der Verhaftung im September 1936 wurde er 1937 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Willi Patermann Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten und schwer misshandelt.

Erich Paterne Er wurde von den Nazis als Rektor einer Schule entlassen. 1936 wurde er wegen seiner illegalen antifaschistischen Tätigkeit zu einer Zuchthausstrafe (Brandenburg) verurteilt.

Willi Pätzel Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.

Johannes Pauka Er war seit der Errichtung der Hitler‐Diktatur am antifaschistischen Widerstand beteiligt. 1934 wurde er zu zwei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Während des Krieges arbeitete er gemeinsam mit seiner Frau in der Widerstandsorganisation um A. Saefkow. 1944/45 kämpfte er in tiefster Illegalität. Durch die Übermittlung von Nachrichten an die vorrückende Rote Armee und die Verhinderung der Sprengung der Wernsdorfer Schleuse war er bestrebt, das Leben von Hunderten, aber auch der Lebensadern nach Berlin zu retten. In den letzten Kriegstagen wurde er von der SS erschossen. Am 25. April 1945 wurde er in Anwesenheit sowjetischer Offiziere und Soldaten in Wernsdorf beigesetzt.

Martha Pauka Sie leistete von 1933 illegale antifaschistische Arbeit in Berlin. 1937 wurde sie das erste Mal verhaftet und zu drei Jahren, sechs Monaten Zuchthaus (Cottbus) verurteilt. Nach ihrer Freilassung setzte sie ihren Kampf an der Seite von A. Saefkow fort. 1944 wurde sie erneut verhaftet und im KZ‐Ravensbrück eingekerkert. Dort wurde sie 1945 von der Roten Armee befreit.

Albin Pepper Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Oranienburg und im Gefängnis Berlin‐Charlottenburg eingekerkert.

Willy Perk Er wurde wegen seiner illegalen antifaschistischen Arbeit, insbesondere wegen der Herausgabe des illegalen „Ruhr‐Echos“ in Essen 1934 verhaftet und zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Stationen seines Kampfes und Leidens, er währte über zehn Jahre, waren das Zuchthaus Luckau und die Konzentrationslager Börgermoor, Esterwegen, Aschendorfermoor und Sachsenhausen. Er überlebte den Todesmarsch der Häftlinge und erlangte seine Freiheit am 3. Mai 1945.

Paul Peschke Er lebte und arbeitete in der politischen Emigration in der CSR, Frankreich, Schweden und der UdSSR.

Margot Pese Sie wurde am 27. November 1941 nach Riga deportiert. Dort ist sie verschollen.

August Petersen Als Mitglied des Pfarrernotbundes seit November 1933 und als Vertreter der Bekenntnis‐Gemeinde war er ständigen Angriffen von Vertretern des Naziregimes ausgesetzt. Er wurde mehrfach von der Gestapo verhaftet, im Oktober 1937 angeklagt, aber nicht verurteilt. Im April 1941 wurde er erneut vor Gericht gestellt und zu vier Monaten Gefängnis verurteilt.

Paul Petritzsch Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im Verlaufe der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, von SA‐Leuten festgenommen und im Berliner Polizeipräsidium inhaftiert. Nach seiner Freilassung wurde er von Köpenicker SA‐Leuten ein Jahr lang gejagt, die antifaschistische Solidarität war jedoch stärker.

Artur Peyser Unter dem Druck der faschistischen Judenverfolgungen ging er am 30. November 1942 in den Freitod.

Doris Peyser Unter dem Druck der faschistischen Judenverfolgungen ging sie am 25. November 1942 in den Freitod.

Adelheid Pfeiffer Sie wurde am 12. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.

Max Pfeiffer Er wurde am 12. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist er verschollen.

Karl Pfennig Er leistete 1933/34 illegale antifaschistische Arbeit. 1935 wurde er für neun Monate im Zuchthaus eingekerkert. Nach seiner Freilassung bekam er Verbindung zum Zeltverein „Schillerwarte“ und nahm Arbeit in den Siemens‐Werken auf. Hier setzte er seine illegale Arbeit fort.

Artur Philippsohn Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im KZ‐Buchenwald eingekerkert und hier am 18. August 1941 ermordet.

Johanna Pietrzak Sie wurde am 21. Januar 1944 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist sie verschollen.

Bruno Pincus Er wurde am 29. Juni 1943 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist er verschollen.

Kurt Pincus 1940/41 in Gestapohaft wurde sein Geschäft 1943 „arisiert“. P. selbst zog mit seiner Familie nach Prerow (Darß). 1944/45 wurde er in ein Zwangsarbeiterlager eingewiesen. Dort wurde er von US‐Truppen befreit.

Max Pincus Er wurde bereits im März 1933 das erste Mal von der SA festgenommen und misshandelt. Während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, wurde er erneut im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten und schwer misshandelt. U.a. wurde er mehrfach zu einer Scheinerschießung in den Hof geführt. Nach seiner Freilassung verließ er Köpenick.

Meta Pincus Sie wurde am 29. Juni 1943 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.

Emil Pirke Während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, wurde er im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt. Danach wurde er im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert. Nach seiner Entlassung 1934 nahm er sofort wieder die illegale Arbeit in Köpenick auf und konnte sie bis 1936 fortsetzen. Nach drei Jahren Zuchthaus (Brandenburg) wurde er im KZ‐Buchenwald, in Bayern und im Aschendorfermoor Lager II (Häftlingsnr. 2633–37) eingekerkert.

Karl Pischel Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt. Er musste sein eigenes Grab ausheben und wurde einer Scheinerschießung ausgesetzt. Er ist später an den Folgen der Misshandlungen gestorben.

Franz Pittel Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Seidler festgehalten und schwer misshandelt.

Doris Pless Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort im März 1944 umgekommen.

Geraldine Pless Sie wurde am 17. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist sie verschollen.

Fritz Plön Er leitete im KWO eine Widerstandsgruppe. Seit 1938 bestanden Kontakte zur Widerstandsorganisation um Robert Uhrig. Am 4. Februar 1942 wurde P. im Werk verhaftet und am 7. Juli 1944 zum Tode verurteilt. Am 28. August wurde er im Zuchthaus Brandenburg ermordet.

Herbert Pohl Er war am Aufbau illegaler Gruppen und ihrer antifaschistischen Arbeit 1933 bis 1935 beteiligt. 1935 wurde er zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt.

Kurt Pohle Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt.

Paul Pohle Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt. P. wurde im Schmöckwitzer Forst erhängt aufgefunden.

Karl Pokern Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im Amtsgerichtsgefängnis festgehalten und zu Tode gefoltert. Seine Leiche wurde, in einen Sack gepresst, aus der Dahme gefischt. Seine Beisetzung in Friedrichshagen, mit Solidaritätsgroschen finanziert, wurde zu einer antifaschistischen Demonstration.

Ernestine Pollack Sie wurde am 24. August 1942 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 6. September 1942 umgekommen.

Edith Pollnow Sie wurde am 28. Mai 1943 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 28. Juli 1943 umgekommen.

Robert Polo Er war 1933/34 an der illegalen Arbeit des KJVD in Köpenick durch Kurier‐ und Postdienste sowie durch Verbindungen zu Mitgliedern des ZK des KJVD beteiligt. 1934 wurde er zu drei Jahren Zuchthaus (Brandenburg) verurteilt.

Fritz Potas Er und seine Frau Lieschen setzten 1933 illegal die antifaschistische Arbeit in Friedrichshagen fort. Im August 1933 wurden sie verhaftet und vom Berliner Kammergericht zu langjährigen Zuchthausstrafen verurteilt.

Catharina Prager Sie wurde am 12. März 1943 nach Auschwitz deportiert. Dort ist sie verschollen.

Ernestine Prager Sie wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist sie verschollen.

Gustav Prager Er wurde am 20. August 1942 nach Theresienstadt, später Minsk, deportiert. Dort ist er verschollen.

Ludwig Prager Er wurde am 19. April 1943 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 17. Juni 1943 umgekommen.

Rosa Prager Sie wurde am 19. April 1943 nach Theresienstadt deportiert. Dort ist sie verschollen.

Charlotte Preuß Sie wurde am 17. März 1943 nach Theresienstadt deportiert und ist dort am 30. Juni 1943 umgekommen.

Heinz Priess 1933 geriet er das erste Mal in Nazihaft. 1934 emigrierte er nach Dänemark. Von 1936 bis 1939 kämpfte er in den Reihen der Internationalen Brigaden in Spanien gegen den Faschismus. Nach Internierung in Frankreich (SA Cyprien, Gurs, Vernet, Castres) floh er und kämpfte im Maquis als Chef der militärischen Aufklärung in Südfrankreich gegen das Naziregime.

Erich Puder Er war 1933/34 im Rahmen der illegalen Arbeit des KJVD aktiv tätig. 1934 wurde er zu drei Jahren Zuchthaus (Brandenburg) verurteilt. Danach war er im KZ‐Sachsenhausen eingekerkert.

Georg Puls Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit in den Gefängnissen Berlin‐Moabit und Naugard eingekerkert.

Alfred Pusch Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit während der Köpenicker Blutwoche, Juni 1933, im SA‐Sturmlokal Demuth festgehalten und schwer misshandelt. An den hier erlittenen Verletzungen ist er 1936 verstorben.

Alex Pysska Er wurde wegen seiner antifaschistischen Tätigkeit im August 1933 von der Gestapo verhaftet und im KZ‐Oranienburg eingekerkert.